Peter
Brüning. Das zeichnerische Werk.
Von Marie-Luise Otten. Mit Beiträgen von N. Nobis
und P. Restany und dem Werkverzeichnis der Zeichnungen. 496
S., 24 x 31,5 cm, 111 Farbtafeln und 1220 s/w Abbildungen, Leinen
mit Schutzumschlag im Schuber, Vlg. Wienand, Köln, 1997,
ISBN 387909523X, Preis 160,- DM.
|
|
| Peter
Brüning (1929-1970) erlebte als einer der jüngsten Vertreter
des deutschen Informel bereits in den fünfziger Jahren internationale
Anerkennung. Für das gesamte Schaffen grundlegend und von ausgeprägter
Intensität steht die Zeichnung in Brünings Werk gleichrangig
neben der Malerei. Stets kündigen sich in ihr neue Gedanken
und Ideen an. Zunächst entstanden Pinseltuschezeichnungen, die
an die Technik der ostasiatischen Kalligraphie denken lassen.
Eine zusätzliche Funktion erhielt die Zeichnung um 1964 in der
Übergangsphase vom rein formalen Interesse an schematischen
Darstellungen und Symbolen zum inhaltlich gebundenen Zeichnen,
das nun zum Informationsträger wurde. Brünings Hinwendung zu
Problemen zeichenhafter Bildfindungen charakterisiert seine
späteren Werke. Die Beschäftigung mit Elementen der Kartographie,
deren Zeichensprache ihn faszinierte, führte ihn zu einer neuartigen
Interpretation von Seherlebnissen und zu einem im Hinblick auf
Natur und Umwelt visionär anmutenden Ideen- und Formenvokabular.
Das Medium Zeichnung bewegt sich bei Brüning zwischen Dramatik
und Poesie, in deren Spannungsfeld ein ungewöhnlich geschlossen
wirkendes Werk zum Ausdruck kommt. |
|
|