| Kunstbuch Paul Gauguin |
| Paul
Gauguin - Das verlorene Paradies. Hg: Georg-W. Költzsch, Vlg: DuMont, Köln, 1998, 347 Seiten, ISBN: 3770141989 |
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| Gauguin,
dem Alltagssorgen und das Leiden an der Zivilisation zur Flucht aus Europa
trieb, findet in der Südsee zwar keineswegs sein erträumtes Paradies, aber
eine Erneuerung seiner Malerei. Von emotionaler Ausdruckskraft in der Farbe,
zeigen seine Bilder eine üppige, reiche Natur, die unverstellte Schönheit
der Eingeborenen und das Geheimnis ihrer Mythen als ein strahlendes, die
Realität überschreitendes und immer verhaltenes Fest, das die Melancholie
des Endes bereits in sich trägt. Eine kleine Auswahl von Gaugins Werken
aus der Bretagne veranschaulicht, wie sich seine Kunst durch die Flucht
in exotische Welten klärt und vollendet. Dem Prolog, den Paradiesdarstellungen
des Abendlandes (Cranach, Niederländer des 16./17. Jahrhunderts, Poussin,
Watteau, Hans von Marées), wird ein Epilog antworten, der zeigt, welche
Folgen Gauguins Sehnsucht nach einer unberührten unverfälschten Lebenswelt
hatte: Künstler wie beispielsweise Kirchner, Nolde, Pechstein oder heute
Baumgarten haben von ihm gelernt. Mit über 50 Gemälden Gauguins, dazu Holzschnitte und Skulpturen von seiner Reise nach Martinique 1887 und den Tahiti-Aufenthalten 1891-93 und 1895 bis zu seinem Tod 1903. |
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